Die Auswirkung von allgemeinen Wirkfaktoren auf die Schmerzintensität bei Personen mit chronischen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind in Deutschland ein weit verbreitetes Leiden. Aus statistischen Analysen geht hervor, dass ein Großteil der Betroffenen an unspezifischen Rückenschmerzen leidet (75-80%)[1]. In diesen Fällen lässt sich diagnostisch keine klare Schmerzursache feststellen, welche den Schmerz auf körperlicher Ebene erklären kann. Bei circa 10-15% [2] der Personen chronifizieren die Schmerzen und führen zu längerfristigen Einschränkungen im Alltag der Betroffenen.


Diese Personen begegnen uns Physiotherapeuten/-innen häufig als Patienten/-innen in der Praxis. Chronifizierte Rückenschmerzen sind ein komplexes Krankheitsbild und deren Behandlung stellt uns Therapeuten/-innen vor eine Herausforderung.


Die Notwendigkeit einer besseren medizinischen Versorgung von Patienten/-innen mit chronischen Rückenschmerzen ist allgegenwärtig. Leitlinien sollen uns helfen, evidenzbasiert und fundiert unsere Therapie zu gestalten. Die Empfehlungen, die in Leitlinien gegeben werden,beziehen sich vor allem auf der qualitativen Bewertung spezifischer Behandlungsmaßnahmen, wie z.B. aktive Übungstherapie oder manuelle Therapie zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen. 


Es stellt sich die Frage, ob die Betrachtung von spezifischen Methoden ausreicht, um das Krankheitsbild „chronische Rückenschmerzen“ erfolgreich behandeln zu können.


Antworten finden Sie in dieser Fortbildung. Diese nimmt die sogenannten „allgemeinen Wirkfaktoren“ in den Fokus und präsentiert übersichtlich und verständlich deren Bedeutung auf die Schmerzintensität bei Personen mit chronisch- unspezifischen Rückenschmerzen. Es wird grundlegend erörtert, wie sich die Therapeuten-Patientenbeziehung, psychologische und soziale Faktoren sowie Placebo- und Erwartungseffekte auf die Schmerzintensität auswirken können.


Der Fokus der Fortbildung liegt auf dem Transfer aktueller Wissenschaft in die Praxis. Den Teilnehmer-/innen sollen neben einem Grundverständnis über allgemeine Wirkfaktoren vor allem praktische Anregungen gegeben werden, wie allgemeine Wirkfaktoren im Praxisalltag berücksichtigt werden können und somit gegebenenfalls das Therapieergebnis positiv beeinflusst werden kann.
 
Ziele der Fortbildung:

  •   Bewusstsein für allgemeine Wirkfaktoren entwickeln
  •   Relevanz allgemeiner Wirkfaktoren in der Physiotherapie verstehen
  •   Basic-Skills erlernen, um im Praxisalltag auf allgemeine Wirkfaktoren eingehen zu können

 

[1] Robert-Koch-Institut (RKI). (2012). Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 53: Rückenschmerzen. Berlin.

[2] Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale Versorgungsleitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz – Langfassung, 2. Auflage. Version 1. 2017.

Chronischer Rückenschmerz
  • Literaturverzeichnis.pdf

Sarah Weißschuh

Physiotherapeutin (B. Sc.) Fitnesstrainerin Studierende Humanmedizin

2016-2020 Studierende Physiotherapie (B. Sc.) an der SRH Hochschule Heidelberg

Seit 2020 Staatlich anerkannte Physiotherapeutin Abschluss Physiotherapie (B. Sc.)

2020 Physiotherapeutin bei Theraktiv Heidelberg Schwerpunkte: Orthopädie und Neurologie 

IFK-Wissenschaftspreis: Preisträgerin Posterpreis in der Bachelorkategorie

Seit 2021 Studierende Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
 

Gebühr 39 €
Kursart
Lehrvideo

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Dozent Sarah Weißschuh
Dauer 01:42
Sprache Deutsch